Wahrnehmungsförderung

Eine bewusste Wahrnehmung, also die „Aufnahme, die Verarbeitung und die Speicherung von Umweltinformationen“ (Bildungsplan 2016)) ist die Grundlage für das Lernen. Eine visuell gut aufbereitete Umgebung, die unter anderem durch starke Kontraste bei Farbangeboten, angemessene Vergrößerungen bei Arbeitsblättern oder Bildangeboten und spezielles helles Licht geschaffen wird als auch die Schulung aller Sinne sind deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit.

Bereits die Frühförderung legt die Grundlagen zur individuellen Ausdifferenzierung eines persönlichen Wahrnehmungskonzeptes. Dieses wird im Unterricht der Ernst-Abbe-Schule fortgeführt. Beispielsweise erhalten Kinder mit kompletter Farbenblindheit in der Frühförderung ein Symbolsystem, damit sie zu den passenden Stiften greifen.

Ein ganzheitlicher Unterricht – Lernen mit allen Sinnen – gehört zu unserem Unterrichtskonzept. Dies bedeutet konkret, dass nach Möglichkeit alle Sinne (sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken) beim Lernen eingesetzt werden.

Ebenso werden die Schülerinnen und Schüler in unserer Schule in jeder Unterrichtsstunde darin unterstützt, sowohl ihren verbleibenden Sehrest optimal zu nutzen, als auch alle anderen Sinne zu schärfen.

Klare Strukturen geben Orientierung. Diese schaffen wir außerhalb und innerhalb des Gebäudes. So haben beispielweise die Klassenzimmer eine einheitliche Farb-und Raumgestaltung, die Schülerinnen und Schüler arbeiten alle an speziell angefertigten höhenverstellbaren Tischen.

Auch beim Unterrichtsgeschehen und den Arbeitsmaterialien beachten wir dieses wichtige Prinzip, zum Beispiel in Form von wiederkehrenden, ritualisierten Abläufen.