Sonderpädagogischer Dienst

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sonderpädagogischen Dienst beraten und unterstützen Schülerinnen und Schüler mit Einschränkungen im Bereich des Sehens.

Dieses kostenfreie Angebot können sowohl Eltern als auch Schulen wahrnehmen.

Anlässe für die Beratung und Unterstützung können sein:

Die Beeinträchtigung des Sehens ist bereits vor der Einschulung bekannt

Eltern und Erzieherinnen bemerken bei Onur bereits im Kindergarten Auffälligkeiten im visuellen Verhalten.

Nach einem Besuch beim Augenarzt wird bei Onur eine Beeinträchtigung des räumlichen Sehens festgestellt. Zunächst werden im Kindergarte unsere Kolleginnen und Kollegen der Frühförderung tätig.

Im letzten Kindergartenjahr bereitet der Sonderpädagogische Dienst in Zusammenarbeit mit den Eltern, der Schule und weiteren Beteiligten den Übergang in die Schule vor.

Nach der Einschulung können wir weiterhin beratend und unterstützend für Onur tätig sein.

Auffälligkeiten im Bereich des Sehens in der Grundschule

Den Lehrern fällt in der ersten Klasse auf, dass Hannah beim Sehen an die Tafel angestrengt guckt und immer wieder die Augen zusammenkneift.

An die Arbeitsblätter nähert Hannah außergewöhnlich nah an und die Eltern berichten, dass sie zuhause Bilder in Büchern gelegentlich nicht richtig erkennen kann. Fehler entstehen durch Verwechslungen.

Missverständnisse entstehen, weil die Lehrer nicht wissen, was Hannah sieht und was nicht.

Die Schule nimmt nach Rücksprache mit den Eltern Kontakt mit dem Sonderpädagogischen Dienst auf. Nach einer Überprüfung der Sehfunktionen wird ein Beratungsbedarf festgestellt.

Für die Tafel erhält Hannah ein Fernrohr vom Augenarzt verordnet. Die Eltern und Lehrer erfahren, wie sie Materialien und Vorlagen für Hannah anpassen können.

Beratung und Unterstützung an einer weiterführenden Schule

Toms Eltern, Lehrerinnen und Lehrer werden bereits seit der Grundschule vom Sonderpädagogischen Dienst beraten.

Nach dem Wechsel an die weiterführende Schule stellt sich rasch heraus, dass neue Hilfen (z.B. ein elektronisches Tafellesesystem, ein Tablet, ein Notebook, Schulbücher als PDF) notwendig werden, damit Tom erfolgreich lernen und arbeiten kann.

Da viele neue Unterrichtsfächer hinzu gekommen sind und sich die Anforderungen an Tom von Jahr zu Jahr ändern, berät und unterstützt der Sonderpädagogische Dienst die Lehrkräfte vor allem in Bezug auf diese Techniken und die Anpassungen von Materialien und Medien in den verschiedenen Fächern.

Auch die nun wesentlich differenziertere Formulierung und Umsetzung eines Nachteilsausgleichs (Anpassung von Medien und Materialien, Gewährung von zusätzlicher Bearbeitungszeit, Bereitstellung von Materialien durch den landesweiten Textservice) nimmt nun einen immer größeren Stellenwert ein.

Mit Erfolg zum Abschluss

Johannes konnte erfolgreich die vorletzte Klassenstufe eines Bildungsganges erreichen. Im letzten Schuljahr müssen die zentral gestellten Prüfungen bewältigt werden.

Schon in den Vorjahren wurden Nachteilsausgleiche thematisiert und entsprechend umgesetzt.

Jetzt soll dies für die Abschlussprüfung noch einmal hinsichtlich der Anpassung von Prüfungsmaterialien und Bearbeitungszeiten geschehen.

In Zusammenarbeit mit Johannes, dem Elternhaus, den Lehrern und nachschulischen Einrichtungen wurden bereits in den Schuljahren vor dem Abschluss die möglichen Bildungswege nach dem Schulabschluss aufgezeigt und geplant.

Die Zusammenarbeit mit unserem Sonderpädagogischen Dienst endet mit Erreichen eines Schulabschlusses der allgemeinbildenden Schule. Nach dem Schulabschluss beraten und unterstützen bei Bedarf Sonderpädagogische Dienste anderer Institutionen.

Weitere Informationen

Weitere Aufgabenschwerpunkte und Formen der Zusammenarbeit entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Dort finden Sie auch Telefonnummern und E-Mail-Adressen unseres Dienstes.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

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